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Sauerkraut selber machen – So geht’s

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Sauerkraut schmeckt vorzüglich. Ist es selbst gemacht, schmeckt es noch viel besser. Dabei ist Sauerkraut recht einfach selbst herzustellen. Und kann zudem nach Belieben aromatisch verfeinert werden.

Um Sauerkraut selbst zu machen braucht man nur Weißkohl, Salz und Gewürze
Um Sauerkraut selbst zu machen braucht man nur Weißkohl, Salz und Gewürze

Weißkohl, gesalzen, gestampft und der Gärung ausgesetzt, verwandelt sich nach einer gewissen Zeit in Sauerkraut. Dieser zeichnet sich durch seinen charakteristischen säuerlichen Geschmack sowie seinem typischen Geruch aus. Wichtigster Bestandteil, um Sauerkraut selber herzustellen, ist daher natürlich Weißkohl – der immer frisch verarbeitet werden sollte. Salz und Gewürze, wie zum Beispiel Wacholderbeeren, Kümmel oder Dill sind ebenfalls bedeutsam, um dem Kraut die richtige Würze zu verpassen. Damit der Kohl in Ruhe gären kann, braucht er einen Gärtopf. Ganz klassisch wird dafür ein Steinguttopf verwendet. Dieser ist vorab gründlich mit kaltem Wasser und einer Bürste auszureinigen. Spülmittel ist zum Reinigen nicht zu empfehlen. Es könnte, ist es nicht vollständig beseitigt, den Geschmack des Sauerkrautes ungünstig beeinflussen. Des Weiteren sind zum Abdecken des Gärtopfes ein ausgekochtes Leinentuch sowie ein Brett notwendig. Ein großer Stein dient später als Beschwerung, um den Saft aus dem Kohl zu pressen. Zudem sollten eine Krauthobel zum gleichmäßigen Zerkleinern des Kohls sowie ein Krautstampfer zum Zusammenpressen der gehobelten Kohlschichten griffbereit sein.

Sauerkraut selber machen: Die einzelnen Arbeitsschritte

Den Weißkohl waschen und trocknen lassen. Einige äußere Blätter entnehmen und zur Seite legen. Den Strunk entfernen und den Kohlkopf mit einem scharfen Messer halbieren und dann vierteln. Mit dem Krauthobel die Viertel in feine Streifen hobeln. Den Boden des Steinguttopfes mit einem großen Kohlblatt, welches vorab zur Seite gelegt wurde, auslegen. Darauf die erste Schicht des gehobelten Kohls ausbreiten – diese kann zwischen fünf und zehn Zentimetern dick sein. Dann die Schicht mit dem Krautstampfer einstampfen und anschließend mit Salz und Gewürzen bestreuen. Diese Vorgehensweise wiederholt sich nun von Schicht zu Schicht, bis der Kohl vollständig aufgebraucht ist. Beim Stampfen zeigt sich Kohlsaft, der sich mit dem Salz zu einer Lake verbindet. Abschließend wird die letzte Schicht mit den restlichen äußeren Kohlblättern, dem Leinentuch und dem Brett abgedeckt. Damit der gesamte Saft aus dem Kohl gepresst wird, ist als abschließender Schritt der Stein als Gewicht auf das Brett zu legen.

Die Gartentipps.de Empfehlung: Luft sollte nicht in den Steinguttopf gelangen. Diese würde die Milchsäuregärung unterbinden. Ist der Topf gut verschlossen, sind Bakterien und Schimmel chancenlos. Den Kohltopf zum Schluss in einem dunklen und kühlen Raum lagern. Die Temperatur sollte idealerweise bei knapp 20 Grad Celsius liegen. Während der Gärung können sich nun die ganz typischen Geschmacks- und Geruchsstoffe des Sauerkrautes ausbilden. Der Gärprozess ist in der Regel zwischen drei und sechs Wochen abgeschlossen. Wird eine Portion des fertigen Sauerkrautes entnommen, ist das Gefäß wieder luftdicht zu verschließen. Keinesfalls dürfen Bakterien in den Topf gelangen.

 

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