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Rotkohl selber machen

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Rotkohl ist ein klassisches Wintergemüse, welches sich sowohl roh als auch gekocht bestens zubereiten lässt. Rotkohl schmeckt nicht nur köstlich, sondern liefert darüber hinaus viele wichtige Nährstoffe. Rotkohl selber machen ist daher besonders lohnenswert.

Rotkohl selber machen
Rotkohl selber machen

Rotkohl wird vielfach auch als Rotkraut oder Blaukraut bezeichnet. Die Namensgebung hängt von der jeweiligen Zubereitungsmethode ab. Durch die Zugabe von sauren Zutaten wird beim Kohlsaft eine chemische Reaktion hervorgerufen. Der so genannte Rotkohl, der im rohen Zustand eher lilafarben ist, verfärbt sich erst rötlich, sobald er mit Säure wie mit Essig oder Wein in Berührung kommt. Beliebt ist diese saure Rotkohlvariante vor allem in Nord- und Mitteldeutschland. In Süddeutschland kommen Zucker und Natron zum Kohl. Dadurch behält er seinen ursprünglichen Farbton oder verfärbt sich etwas bläulich – daher die Bezeichnung Blaukraut. Ganz gleich wie der Kohl regional bezeichnet wird, die gesunden Inhaltsstoffe sind immer die gleichen. Rotkohl besitzt viele Vitamine sowie bedeutsame Mineral- und Ballaststoffe. Hauptsächlich Vitamin C, B6 und E. Ferner Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Calcium, Kalium oder Folsäure. Dank des hohen Anteils an Ballaststoffen wird beim Verzehr von Rotkohl das Sättigungsgefühl gestärkt. Für Abnehmwillige ist dieses Gemüse daher ideal. Hinzu kommt: Rotkohl ist völlig kalorienarm und fettfrei. Zudem passt das gesunde Wintergemüse zu vielfältigen Gerichten. Besonders gerne wird Rotkohl als herzhaftes Gemüse zum Gänse- oder Entenbraten, zu Sauerbraten oder Wildgerichten gereicht. Aber auch roh schmeckt das Kohlgemüse. Beispielsweise als Krautsalat angemacht oder als Zutat für die unterschiedlichsten Salatvariationen. Eine ausgezeichnete Verbindung gehen Obst und Rotkohl miteinander ein – wobei insbesondere Äpfel beim Rotkohl selber machen häufig Verwendung finden.

Rotkohl selber machen – Grundrezept für Rotkohl mit Äpfeln

An Zutaten wird benötigt: 1 Rotkohl von ungefähr 1,5 kg, 3 Zwiebeln, 3 saure Äpfel, Butterschmalz, 1 Gewürznelke, 1 Lorbeerblatt, 10 Wacholderbeeren, 1 kleine Zimtstange, Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, 2-3 EL Zucker oder Honig, 300 ml trockenen Rotwein, 200 ml Portwein, 100 ml Aceto Balsamico di Modena.

Bevor es losgeht, sind zuerst der Rotkohl, die Zwiebeln sowie die Äpfel vorzubereiten und die Gewürze in einem Beutel zusammenzumengen:

1. Die äußeren Blätter vom Kohl abnehmen, Kohl in vier Teile schneiden und jeweils den Strunk keilförmig entfernen. Für das Zerkleinern des Kohls Haushaltshandschuhe tragen, denn der im Rotkohl enthaltene Farbstoff Anthocyan ist hartnäckig und lässt sich nur schwer von den Händen wieder abwaschen. Die Viertel querlegen und mit einem Messer in feine Streifen schneiden. Alternativ ist der Kohl mit einem Gemüsehobel oder mit einer Brotschneidemaschine zu zerkleinern. Falls vorhanden, dicke Rippen aussortieren. Anschließend den Kohl in kaltem Salzwasser säubern.

2. Zwiebeln schälen und in Würfel schneiden.

3. Äpfel waschen, schälen, Gehäuse entnehmen und würfeln.

4. Gewürze – Gewürznelke, Wacholderbeeren, Lorbeerblatt, Zimtstange – in einen Teebeutel legen und diesen mit Garn festschnüren.

5. Rotkohl in eine Schüssel geben und salzen. Einige Minuten ziehen lassen.

6. Butterschmalz im Topf erhitzen. Zwiebeln glasig dünsten. Zucker dazugeben und karamellisieren.

7. Äpfel und Rotkohl dann ebenfalls in den Topf geben. Kurz dünsten.

8. Die Masse mit Portwein, Rotwein und Essig ablöschen.

9. Teebeutel zum Kohl geben. Kohl bei geringer Wärmezufuhr weich kochen. Zwischendurch immer wieder wenden.

10. Gewürzbeutel entnehmen und den Rotkohl mit Salz und Pfeffer abschmecken.

11. Aufgewärmt schmeckt Kohl besonders gut. Daher den Rotkohl bereits einen Tag früher ansetzen und am nächsten Tag erst servieren.

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