Start Gartengeräte Richtig angrillen – worauf Grillfans nach der Winterpause achten sollten

Richtig angrillen – worauf Grillfans nach der Winterpause achten sollten

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Steak auf dem Grill | © panthermedia.net /alexraths
Steak auf dem Grill | © panthermedia.net /alexraths

Sobald sich die ersten Sonnenstrahlen durch die dicke Wolkenschicht kämpfen und es abends wieder etwas länger hell bleibt, werden eingefleischte Grillfans ganz ungeduldig. Spätestens im März, wenn die bunten Frühlingsblumen aus dem Boden kriechen und den mitunter noch sehr kalten Temperaturen trotzen, heißt es bei ihnen endlich wieder: „Die Grillsaison eröffnet.“

Das Angrillen im Frühjahr stellt sozusagen den Auftakt zu den kommenden Grillabenden des Jahres dar. Nicht ohne Grund ist die Vorfreude bei vielen Grillfans so groß, denn von nun an lockt wieder der aromatische Duft von gegrilltem Fleisch und geröstetem Gemüse. Doch nachdem der heimische Grill den Winter über im Keller oder in der Gartenhütte gelagert wurde, muss dieser erst einmal auf den neuesten Stand gebracht werden. Worauf genau man dabei achten muss und welche weiteren Dinge beim Angrillen berücksichtigt werden sollten, wird im Folgenden erklärt.

Den Grill wieder auf den neuesten Stand bringen

Wer seinen Grill vor der Winterpause gut vorbereitet und geputzt hat, hat es jetzt etwas leichter als diejenigen Grillbesitzer, die im letzten Herbst Schlampigkeit haben walten lassen. Trotzdem kann es aufgrund schlechter Lagerungsverhältnisse immer vorkommen, dass der Winter seine Spuren hinterlassen hat: Schimmel und Rost sind genauso wie abgeblätterte Farbe keine Seltenheit. Daher sollte der Grill vor der ersten Inbetriebnahme unbedingt auf Schäden oder Brüche überprüft werden.

An den Kunststoff- und Plastikteilen setzt sich gerne Schimmel ab, den man allerdings ganz einfach mit warmem Wasser und Spülmittel entfernen kann. Auch das umliegende Gehäuse und der Fettsammler sollten selbstverständlich mit einer Seifenlauge gereinigt und von etwaigem Schmutz befreit werden. Eventuellen Rost schrubbt man am besten mithilfe einer Stahlbürste ab, wobei ein kräftiges Brennen im Anschluss mögliche Rückstände beseitigt. Grundsätzlich sollte man seinen Grill vor dem ersten Genuss gut ölen und einmal im Freien brennen lassen, um so dessen Sicherheit zu überprüfen.

Bei Gasgrills gibt noch einige weitere Dinge zu beachten, da diese im Vergleich zu Elektro- oder Holzkohlegrills die größte potenzielle Gefahrenquelle darstellen. Um mögliche Risikofaktoren zu beseitigen, ist es wichtig, alle Teile der Gasanlage gründlich zu kontrollieren. Die Gasflasche darf weder Risse noch große Beulen zeigen und der Verbindungsschlauch sollte nicht brüchig erscheinen. Mit Seifenwasser lässt sich herausfinden, ob der Schlau noch zu hundert Prozent dicht ist oder ob er kleine Löcher aufweist. Zündet der Grill auch noch mehreren Anläufen nicht sofort oder brennt die Flamme in gelber Farbe, dann sollte man den Grill zu einem Fachmann bringen. Gut gepflegte und hochwertige Gasgrills sind allerdings auch nach der Winterpause noch einwandfrei zu gebrauchen – und sorgen für ein unvergleichlich gutes Geschmackserlebnis.

Diese Speisen sind wie für den Frühling gemacht

Fleisch-Gemüse-Spieße | © panthermedia.net /jag_cz
Fleisch-Gemüse-Spieße | © panthermedia.net /jag_cz

Das Grillen im Frühling wird zum besonderen kulinarischen Highlight, wenn man auf frische Aromen und vielfältige Zutaten, die der Jahreszeit entsprechen, setzt. Für Fleischliebhaber empfiehlt sich ein fruchtiges Zitronenhähnchen am Spieß oder ein mit Knoblauch mariniertes Schweinesteak. Bei spontanen Grillpartys, die nicht lange geplant wurden, dürfen es natürlich auch mal die obligatorischen Würstchen aus dem Supermarkt sein – sie sind schließlich ein wahrer Grillklassiker und gehören zum Grillen schlichtweg dazu.

Doch ein richtiges Grillfest braucht nicht nur Fleisch, sondern ebenso eine ausreichende Anzahl an Beilagen. Auch für Vegetarier hat das Grillerlebnis im Frühjahr so einiges zu bieten: Folienkartoffeln mit Kräuterquark, gefüllte Riesenchampignons mit Parmesan oder knackige Gemüsespieße sind nur drei Beispiele dafür, dass auch fleischlose Speisen ideal auf dem Grill zubereitet werden können. Zucchini-Röllchen mit Bärlauch, grüner Spargel oder Chili-Bruschetta sind weitere Möglichkeiten. Als Salatbeilage empfiehlt sich ein Blattspinat-Salat mit Ranch-Dressing und Nachos, denn dieser macht richtig Laune auf viele weitere laue Frühlingsabende.

Da im Frühjahr noch keine übermäßig schwüle Luft herrscht, darf das Essen gerne etwas reichhaltiger und üppiger ausfallen. Das bedeutet, dass auch der Nachtisch nicht zu kurz kommen sollte – selbstverständlich kommen auch die süßen Naschereien vom Grill. Dazu einfach Ananas-Scheiben oder halbierte Bananen mit braunem Zucker bestreuen und auf den Grill legen. Es bildet sich anschließend eine Kruste wie bei einer Crème brûlée, die jeden Nachtischliebhaber zum Schwärmen bringt. Wer mag, kann über dem Grillrost auch kleine Küchlein backen.

Auch bei kälteren Temperaturen warm bleiben

Bei Kälte grillen | © panthermedia.net /foodandmore
Bei Kälte grillen | © panthermedia.net /foodandmore

Der deutsche Frühling ist nicht gerade bekannt für seine Beständigkeit – da kann es auch im April noch zu frostigen Temperaturen oder kräftigen Regenstürmen kommen. Echte Grillfans lassen sich jedoch auch von Minusgraden oder Nieselregen nicht abschrecken. Damit das Grillerlebnis auch unter solchen Umständen zum echten Spaß wird und das Wetter die gute Laune nicht beeinflusst, steht allerdings eine gute Vorbereitung auf dem Plan.

Zuerst einmal sollte der Grill wetterfest sein und bestenfalls einen Deckel besitzen, um die Hitze zu speichern und ein Feuchtwerden des Grillgutes zu verhindern. Hinsichtlich der Wahl der richtigen Feuerstelle ist ein überdachtes und möglichst windstilles Plätzchen zu empfehlen, sei es auf dem Balkon oder auf der Terrasse. Dass man sich außerdem den Temperaturen entsprechend warm anziehen sollte, dürfte selbstverständlich sein. Hier kann das sogenannte Zwiebelprinzip helfen: Man zieht mehrere Kleidungsschichten übereinander, sodass man optimal gewärmt wird und bei Bedarf auch Kleidungsstücke wieder ausziehen kann.

Ist nun alles vorbereitet, steht dem Grillen auch bei kälteren Temperaturen nichts mehr im Wege. Allerdings sollte man darauf achten, lieber kleinere Portionen aufzutischen, da große Mengen schnell abkühlen. Pappteller oder Geschirr aus Zuckerrohr speichern die Wärme der Speisen zudem besser als beispielsweise Porzellan. Alternativ bieten sich auch Thermo- oder Styroporboxen zum Warmhalten an. In diesem Sinne: Guten Appetit!

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