Start Pflanzen Pflanzenportrait Philodendron – Die Zimmerpflanze Philodendron

Pflanzenportrait Philodendron – Die Zimmerpflanze Philodendron

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Wenn im Winter die Gartenarbeit ruht, richtet sich die Aufmerksamkeit unweigerlich wieder etwas mehr auf die Zimmerpflanzen. Die Gattung Philodendron ist da ein fast unschlagbarer Kandidat.

Philodendren sind ideale Zimmerpflanzen
Philodendren sind ideale Zimmerpflanzen

Licht

Diese Pflanzengattungen kommen aus tropischen Gebieten Asiens bzw. Süd- und Mittelamerikas wo sie als Jungpflanzen unter Urwaldbäumen nur sehr wenig Licht bekommen. Dementsprechend haben sie auch kein Problem, mit dem wenigen Licht in unseren Wohnräumen auszukommen.

Erst wenn grössere Blätter ausgebildet werden (wenn also die erwachsenen Pflanzen am Naturstandort das Kronendach erreicht haben), steigt auch der Lichtbedarf an.

Gänzlich ohne Licht kommen aber auch diese Pflanzen nicht aus. Bei einem zuwenig an Licht kann es durchaus zu Wachstumsstörungen oder nicht mehr schön gefärbten Blättern kommen.

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Luftfeuchtigkeit

Auch wenn diese Pflanzen hauptsächlich aus den Regenwäldern kommen, halten sie die – vor allem im Winter – eher trockene Raumluft bei uns meist problemlos aus. Nur bei sehr filigranen Blattstrukturen kann es bei extrem trockener Heizungsluft zu braunen Blatträndern kommen. Ein leichtes Übersprühen mit temperierten, enthärteten Wasser schafft da Abhilfe.

Temperatur

Die optimale Temperaturbandbreite liegt für diese Gewächse zwischen 15 und 25 Grad. Langsam ab- oder ansteigend werden auch niedrigere oder höhere Temperaturen vertragen; eine plötzliche, starke Temperaturveränderung wird aber oft mit Wachstumsstörungen quittiert.

Substrat

Leider sind die herkömmlichen Blumenerden, die im Handel erhältlich sind, nicht wirklich gut geeignet. Durch einen zu hohen Anteil an wasserspeichernden, humosen Bestandteilen bleiben die Wurzeln oft zu lange nass und neigen somit zur Fäulnis. Als Ausgangsbasis (ca. 1/3 des Substrats) kann man sie jedoch ohne weiteres verwenden. Ein weiteres 1/3 des Substrates sollte aus Quarzsand bestehen, das sorgt für einen ausreichenden Wasserabzug (wer nur Kleinstmengen benötigt, wird im Aquariumhandel fündig). Gleichzeitig stabilisiert der relativ schwere Sand auch noch den Stand der Töpfe – sie neigen weniger zum Umkippen, wenn die Pflanze grösser wird. Als letztes benötigen die Wurzeln jetzt noch ausreichend Luft. Dies wird durch ein weiters Drittel Rindenhumus (oder Orchideenerde mit Rindenstückchen aus dem Handel) erreicht – alternativ kann man auch Perlite einsetzen.

Damit wird eine Substratmischung produziert, die sowohl strukturstabil ist und auch nicht zu einer verschlemmten Oberfläche neigt (was dem Wurzelwerk nicht bekommen würde).

Giessen

Wie schon beim Substrat geschrieben, sind die Pflanzen trotz ihrer Herkunft aus feuchten Regionen bei Zimmerhaltung empfindlich auf zuviel Nässe. Mir wurde von einem Spezialisten dieses Gebietes gesagt “am besten hält man sie wie Kakteen”. Besonders, wenn die Luftfeuchtigkeit relativ hoch ist, sollte man mit dem Giessen sparsam sein – erst dann wieder, wenn der Ballen gut abgetrocknet ist. Besonders empfindlich ist der Bereich des Wurzelhalses – dort entsteht bei dauerfeuchten Substrat schon bald Faulstellen. (Die oberste Substratschicht kann ruhig permanent trocken bleiben.) Optimal wäre es daher, die Pflanzen nur “von unten” zu giessen und überschüssiges Wasser nach einer Viertelstunde zu entsorgen. Tipp: Bei der Verwendung von Untersetzern lässt sich leichter kontrollieren, ob alles Wasser aufgenommen wurde; in Übertöpfen wird Staunässe leichter übersehen.

Düngen

Genauso wie bei Licht und Temperatur sind Philodendron auch in Bezug auf Dünger nicht sehr anspruchsvoll. Jeder herkömmliche Universaldünger für Grünpflanzen (also mit reduzierten Phosphor und dafür erhöhten Stickstoffantei) – egal ob als Langzeitgranulat oder als Flüssigdünger – ist geeignet.

Rückschnitt

Da die meisten Arten eher starkwüchsig sind, kommt man um einen Rückschnitt meist nicht herum. Auch dabei sind die Pflanzen recht problemlos – unabhängig von der Jahreszeit kann ein Zuviel jederzeit zurückgeschnitten werden. Und das Rückschnittmaterial lässt sich auch gleich zur Stecklingsvermehrung nutzen – einfach ins Wasser stellen. Besonders ausgefallene Sorten finden sicher dankbare Abnehmer im Bekanntenkreis.

Der Gartentipps.de Hinweis: Sind die Abstände zwischen den Blättern sehr lang, wäre das ein Hinweis auf zuwenig Licht.

Noch eine Anmerkung zu den Luftwurzeln, die von beiden Gattungen gern gebildet werden: Sie dienen nicht nur zur Stabilisierung der Pflanze (am besten werden sie dazu nach Möglichkeit in den Topf gesteckt) sondern werden auch dazu genutzt, Feuchtigkeit und Nährstoffe aus der Luft aufzunehmen. Sie sollten daher nicht völlig abgeschnitten werden (ausgenommen vertrocknete Teile ohne Funktion).

Alles in allem sind Philodendren Zimmerpflanzen an denen man ohne viel Pflege viele Jahre lang Freude haben kann.

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