Start Pflanzen Kletterrosen schneiden – Erhaltungs- und Formschnitt sind notwendig

Kletterrosen schneiden – Erhaltungs- und Formschnitt sind notwendig

149
0

Kletterrosen schneiden ist eine wichtige Pflegemaßnahme, die regelmäßig durchgeführt werden sollte. Dabei werden Kletterrosen in einmalblühende und öfterblühende Sorten unterteilt. Die Schnittweise ist bei beiden Gruppen ähnlich, allein der Schnittzeitpunkt ist unterschiedlich.

Kletterrosen schneiden
Kletterrosen schneiden

Kletterrosen schneiden – So geht’s

Damit Kletterrosen gesund bleiben und reichlich blühen können, sollten sie regelmäßig geschnitten werden. In erster Linie benötigen sie einen so genannten Erhaltungsschnitt.

Dabei stehen das Auslichten sowie das vollständige Entfernen von totem und krankem Holz im Mittelpunkt. Ebenso müssen Triebe ohne Blütenaugen, beschädigte oder schwache Triebe gänzlich entfernt werden. Wichtig: Beim Entfernen der Triebe keine Aststummel hinterlassen. Dank dieser Maßnahmen sind Kletterrosen letztendlich weniger anfällig für Krankheiten, sie bekommen wieder ausreichend Licht und können auf diese Weise ihre ganze Kraft in die Ausbildung neuer Triebe und Blüten stecken.

Neben dem Erhaltungsschnitt brauchen Kletterrosen noch einen Formschnitt.

Dieser soll vor allem die Wachstumsrichtung beeinflussen und den Kletterrosen so zum wunschgemäßen Wuchs verhelfen. Hierbei werden alle Seitentriebe, die kreuz und quer an den Haupttrieben wachsen, eingekürzt – in der Regel werden die Triebe für die nächste Blüte auf zwei bis drei Knospen herunter geschnitten.

Kletterrosen werden prinzipiell in zwei Klassen eingeordnet. Zum einen in die öfterblühenden und zum anderen in die einmalblühenden Kletterrosensorten. Durch das Blühverhalten werden beide Rosengruppen zu unterschiedlichen Zeiten geschnitten.

Wann und wie öfterblühende und einmalblühende Kletterrosen schneiden?

Der Schnittzeitpunkt für Kletterrosen ist das frühe Frühjahr, zwischen Ende Februar und März. Denn dann ist die Struktur dieser wuchsfreudigen Rosen hervorragend erkennbar und dass Kletterrosen schneiden mühelos machbar. Betroffen vom Frühjahrsschnitt sind die öfterblühenden Kletterrosen, welche zunächst aus den alten und später auch aus den neuen Trieben blühen. Der Frühjahrsschnitt soll das Wachstum der Rosen anregen und die neuen und gesunden Triebe kräftig fördern. Dafür können im Frühjahr eins bis zwei alte Haupttriebe entfernt werden. Auf diese Weise soll sich die Kletterrose direkt an der Basis verjüngen. Die Seitentriebe werden wiederum auf zwei bis drei Augen eingekürzt. Triebe, die sich nicht leiten lassen, können ebenso ganz abgeschnitten werden. Öfterblühende Kletterrosen mögen eine ausgewogene Mischung aus ein-, zwei- und mehrjährigem Holz. Darauf ist beim Schneiden auch noch zu achten.

Einmalblühende Kletterrosen werden im Sommer geschnitten. Immer erst nach der Blüte. Dann können diese Kletterrosen neue Blütenansätze für das nächste Jahr ansetzen. Dafür werden alle Seitentriebe, die Blüten getragen haben, eingekürzt. Ungefähr auf 20 cm. Zur Verjüngung der Rose können an der Basis eins bis zwei überalterte Haupttriebe entfernt werden. Jedoch nur, wenn genügend Haupttriebe vorhanden sind. Aber auch alle beschädigten, kranken, abgestorbenen sowie schwachen Triebe müssen abgenommen werden.

Neben den öfterblühenden und einmalblühenden Kletterrosen, gibt es noch eine Klasse für sich. Und zwar die Ramblerrosen. Diese Kletterkünstler unter den Kletterrosen können über zehn Meter hoch wachsen. Die Triebe sind biegsam und ohne Stacheln, die Blüten sind recht klein und wachsen in Büscheln. Dabei blühen sie meist nur einmal im Jahr, dafür aber recht üppig und über Wochen. Kletterhilfen brauchen Rambler nicht. Denn sie können ohne Hilfe Bäume, Wände oder Lauben umranken. Und sie brauchen auch keinen Schnitt. Weder im Frühling noch im Sommer.

Wie Kletterrosen schneiden in der Praxis funktioniert

Theorie und Praxis sind vielfach zwei paar Schuhe. Daher soll hier kurz der Ablauf des Kletterosenschneidens beschrieben werden.

• Um überhaupt an das Innere der Kletterrose zu gelangen, gerade bei gebundenen Kletterrosen ist dies recht mühsam, müssen alle störenden Zweige, die die Arbeit behindern, abgeschnitten werden. Die Rose dafür von unten seitlich einmal rundherum frei schneiden.

• Wer will kann danach die Höhe der Kletterrose bedarfsrecht einkürzen. Höhe auswählen, scharfe Gartenschere ansetzen und alle Triebe kappen. Eine Ausnahme bilden Kletterosen, die an einer Rankhilfe wachsen. Für diese entfällt der Schnitt auf Länge.

• Bei gebundenen Kletterrosen nach dem Längenschnitt die Bindung lösen und die Triebe ein wenig auseinander ziehen. Nun das gesamte Totholz entfernen. Diese Maßnahme trifft auch auf Kletterrosen an Rankhilfen zu. Das tote Holz dabei immer soweit entfernen, so dass sogar noch ein Stück des angrenzenden gesunden Holzes mit abgeschnitten wird. Durch abgestorbenes Holz können sich Pilze ansiedeln, worauf Rosen recht empfindlich reagieren. Zudem behindert das Totholz die jungen Triebe. Sie erhalten wenig Luft und Licht, bekommen nicht genügend Platz zum Wachsen und können sich auch an den alten Trieben verletzten. Außerdem alle kranken, schwachen und beschädigten Triebe restlos entfernen.

• Zur Verjüngung der Kletterrose einen alten Haupttriebe abschneiden. Diese Maßnahme aber nur ergreifen, wenn genügend Haupttriebe vorhanden sind und es nötig ist.

• Alle Seitentriebe auf zwei bis drei Augen einkürzen.

• Kletterrose wieder anbinden. Dafür Weidenruten nutzen.

Weitere Artikel zum Thema Rosen:

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here