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Pflanzenportrait Krötenlilie (Tricyrtis)

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Jeder, der die ausgefallenen Blüten zum ersten Mal sieht, bleibt staunend davor stehen. Zu ungewöhnlich ist der Anblick – noch dazu um diese Jahreszeit. Die Form der Blüten hat der Krötenlilie auch den Trivialnamen „Bauernorchidee“ eingebracht, wobei sie mit den Orchideen überhaupt nicht verwandt ist. Daher ist die eigentliche deutsche Bezeichnung „Krötenlilie“ viel treffender, da es sich hierbei tatsächlich um ein Liliengewächs handelt.

Krötenlilie - Tricyrtis formosana
Krötenlilie – Tricyrtis formosana

Steckbrief Krötenlilie:

  • Gattung: Tricyrtis
  • Art: Mehrere Arten, in unseren Breiten ist aber die T. hirta am ehesten für den Garteneinsatz zu empfehlen.
  • Größe: ca. 80 bis 100 cm
  • Blüte: weiß/lila-gescheckt; September bis November (sofern frostfrei)
  • Standort: humoser Boden in sonniger bis halbschattiger Lage

Ursprünglich aus Ostasien kommend, können Krötenlilien auch in Mitteleuropa gut in Gärten gedeihen. Wobei die Tricyrtis hirta in Bezug auf Winterhärte noch am besten abschneidet.

Die Gartentipps.de Empfehlung: Trotzdem kann in rauen Lagen ein leichter Winterschutz mit Reisig auf keinen Fall schaden.

Die größte Gefahr für die Krötenlilien besteht jedoch im Frühjahr – der Neuaustrieb dieser Gewächse steht bei den Schnecken ganz oben auf der Speisekarte!

Als Standort eignet sich ein eher humoser Boden in sonniger bis halbschattiger Lage. Hält sich dort Pflanzenkonkurrenz in Grenzen, bildet die Krötenlilie durch kurze Ausläufer rasch dichte Bestände von schlank aufragenden Trieben.

Wird die Diva von benachbarten Pflanzenwuchs aber zu sehr bedrängt, steigt neben der Gefahr von unentdeckten Schneckenfrass auch das Risiko, dass sie sich gänzlich wieder verabschiedet.

Trotzdem ist und bleibt sie – vor allem zur Blütezeit – ein Blickfang für den Garten, der sich lohnt!

Wussten Sie schon?

Mit Neophyten werden genau genommen alle Pflanzen bezeichnet, die seit 1492 bewusst oder unbewusst in Gebiete importiert/verschleppt wurden, in denen sie nachweislich vorher nicht vorgekommen sind. Hauptsächlich ist diese Bezeichnung aber für den kleinen Teil jener Pflanzen gebräuchtlich, die (verwildert) zumindest schon seit 3 Generationen ohne menschlicher Hilfe in den neuen Gebieten überleben können.

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