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Tomaten anbauen – Tipps für Garten, Balkon und Gewächshaus

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Sie wollen Tomaten anbauen und die süßen Früchte aus dem eigenen Garten genießen? Dann sind Sie hier genau richtig: Auf dieser Seite erfahren Sie alles, was Sie rund um den Tomatenanbau wissen müssen – ob in Freiland, Gewächshaus oder auf dem Balkon.

Tomaten anbauen & die süßen Früchte genießen - so geht's
Tomaten anbauen & die süßen Früchte genießen – so geht’s

Tomaten anbauen – Was Hobbygärtner wissen müssen

Als die Tomate durch Kolumbus den Weg nach Europa fand, wurde sie zunächst sehr skeptisch empfangen. Als Nachtschattengewächs hatte sie den Ruf giftig zu sein. Daher baute man sie vorerst nur als Zierpflanze an.

Heutzutage ist die Tomate ist aber wegen ihrer vielseitigen Verwendbarkeit und ihrer positiven, gesundheitlichen Wirkung sehr beliebt. Pro Kopf werden jährlich ca. 19 kg der roten Frucht verzehrt. Davon über 7 kg frisch. Sie gilt daher als die am häufigsten konsumierte Gemüseart.

Seit die Tomate weltweit als attraktives Handelsgut gilt, wird die Forschung zur Verbesserung des Ertrags, Krankheits- und Schädlingsresistenz sowie optischer Qualität vorangetrieben. Ob einem allerdings alte Tomatensorten besser schmecken als die modernen Varianten, liegt immer noch im subjektiven Empfinden. Es lohnt sich jedenfalls mehrere Sorten zu ziehen, um dann besser entscheiden zu können.

Tomaten mögen es warm und sonnig

Für den Tomatenanbau gilt grundsätzlich, egal, ob die Tomaten im Garten, auf dem Balkon oder im Gewächshaus wachsen: Ein sonniger und warmer Standort ist zum Pflanzenwachstum immens wichtig. Ein nährstoffreicher Boden oder Erde, regelmäßige Wasser- und Düngergaben sowie ausreichender Schutz vor Regen und Wind sind unerlässlich.

Tomatenpflanzen mögen es gerne warm und sonnig. Der richtige Standort ist daher maßgeblich für die erfolgreiche Ernte. Vermehrt werden Tomaten ausschließlich aus Samen. Wie das am besten geht, verrät der Bericht: Tomaten säen.

Wichtig ist außerdem, dass die einzelnen Tomatenpflanzen über genügend Platz verfügen. Diese daher im Freiland gut 80 Zentimeter und im Gewächshaus mindestens 50 Zentimeter voneinander entfernt pflanzen oder stellen. Nur so können die Pflanzen, sollte ihr Blattwerk nass oder feucht sein, schnell abtrocknen.

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Tomaten anbauen: Tipps für den Garten

Wollen Sie Tomaten anbauen, müssen Sie beachten, dass Freilandtomaten natürlich anderen Bedingungen ausgesetzt als sind Tomaten, die auf dem Balkon oder im Gewächshaus gedeihen. Sie sind weniger geschützt vor Wind und Wetter.

Daher sollten die Sorten für den Anbau im Garten robuster sein – insbesondere gegen bestimmte Tomatenkrankheiten und Schädlinge.

Beim Tomatenanbau im Freiland ist der Fruchtwechsel ausgesprochen bedeutsam. So bekommen vor allem Pilze, die im Boden überleben können, keinerlei Chance durch die Wurzeln in die Pflanzen zu gelangen. Ebenso ist beim Anbau immer daran zu denken, dass Tomaten und Kartoffeln keine guten Partner sind. Es ist sicherer, beide Sorten weit entfernt voneinander zu pflanzen.

Häufig gelangen Pilzsporen durch den Wind auf die Tomatenpflanzen und infizieren sie mit der Kraut- und Braunfäule. Ist dies der Fall, sind die befallenen Tomatenpflanzen aus dem Gartenboden zu entfernen und zu entsorgen. Jedoch nie auf den Kompost, denn dort können die Pilze weiter leben.

Die Gartentipps.de Empfehlung: Kranke Tomatenpflanzen immer in den Hausmüll geben. Weiterhin ist es empfehlenswert, die Jungpflanzen, bevor sie nach den Eisheiligen im Mai in den Gartenboden kommen, vorher abzuhärten. Die kräftigen Keimlinge nach dem Pikieren bei Temperaturen um die fünf Grad Celsius tagsüber nach draußen stellen. Nachts müssen sie aber wieder in eine geschützte wärmere Umgebung. Ansonsten ist beim Tomatenanbau im Freiland wichtig, dass die Tomaten mit Hilfe eines Tomatenhauses gegen Regen geschützt sind und durch Stäbe gestützt werden.

Tomaten anbauen – Schritt-für-Schritt erklärt

Im europäischen Raum empfiehlt sich, aufgrund des gemäßigten Klimas, die Vorzucht der Pflanzen. Dazu werden die Samen in spezieller Anzuchterde ausgesät. Das kann in einem Frühbeet, Tomatenhaus, Gewächshaus oder in Pflanzkästen im Wohnbereich sein. Wenn die Pflanzen eine Wuchshöhe von mehreren Zentimetern erreicht haben, kann das Auspflanzen im Garten erfolgen. Aber Vorsicht – nicht zu früh! Die kleinen Pflänzchen reagieren sehr empfindlich auf Frost. Um Schäden zu vermeiden, kann man auf Nummer sicher gehen und die Tomatenpflanzen erst ab Mitte bis Ende Mai in die Freiheit entlassen. Wer ganzjährig Freude an den Früchten haben möchte, kann sie in einem Tomaten-Gewächshaus ziehen. Stabtomaten oder Cocktailtomaten eignen sich sehr gut dafür.

Wenn es so weit ist, dass ihre Schützlinge ins Beet übersiedeln können, ist auf die richtige Qualität der Erde zu achten. Tomaten bevorzugen sandige Lehmböden und eine gute Düngung. Bitte achten Sie darauf, dass der Boden nicht zu feucht gehalten wird, da es sonst zu Fäulnis kommen kann.

Ab einer bestimmten Wuchshöhe müssen Tomatenpflanzen gestützt werden, um nicht abzuknicken. Am leichtesten funktioniert das mit einem Spalier oder Pfahl. Dazu einfach die Stängel der Pflanze mit Bast oder Pflanzspangen vorsichtig befestigen. Es gibt aber auch Arten, die ohne zusätzliche Hilfen auskommt. Buschtomaten wachsen gedrungen und buschig. Ihr Stamm ist stabiler als bei hochrankenden Tomatensorten.

Bewährt hat sich auch der sogenannte Tomatenturm. Er ist Pflanzkübel und Rankhilfe in einem. Das spart Platz und erleichtert die Pflege.

Tipp: Ein Tomatenhaus bietet mehreren Pflanzen gleichzeitig Schutz vor Wind und Wetter.

Tomaten in Freiland oder Gewächshaus anbauen – was ist besser?

Tomaten sind schutzbedürftig. Sie vertragen weder Regen noch starken Wind. Kälte schon gar nicht. Ein Gewächshaus bietet einen Rundum-Schutz – vor allem vor der Kraut- und Braunfäule, die vielfach den Tomatenbestand im Freiland gefährdet.

Tomatenpflanzen, die im Freiland kultiviert werden, sind dem Wetter ausgesetzt. Daher sollten sie keinesfalls zu früh in die Erde. Jungpflanzen dürfen erst nach den Eisheiligen, also Mitte Mai, ins Freie. Ihr Standort im Garten sollte sehr sonnig sein. Ohne Sonne und Wärme können die Pflanzen nicht ausreichend wachsen.

Ist der Sommer jedoch verregnet und die Tomaten von oben nicht geschützt, kann der Pilz, der die Kraut- und Braunfäule überträgt, sein Unwesen treiben. Sein Nährboden ist die Feuchtigkeit. Kann die Tomatenpflanze nicht schnell abtrocknen, lässt der Pilz nicht lange auf sich warten. Meist sind die Pflanzen dann nicht mehr zu retten.

Daher: Die Pflanzen in großem Abstand, mindestens 80 Zentimeter, pflanzen und ihnen eine Bedachung bieten. Spezielle Tomatenhäuser sind empfehlenswert. Sie sind flexibel und finden überall im Garten einen Platz. Und sie halten nicht nur Regen ab, sondern schützen auch vor Wind.

Wichtig: Beim Entsorgen der erkrankten Pflanzen berücksichtigen, dass diese keinesfalls auf den Kompost dürfen. Sie gehören in den Hausmüll. Ansonsten brauchen Freiland-Tomaten regelmäßig Wasser und Dünger mit einem hohen Stickstoffanteil.

Gerade beim Ziehen von Tomaten ist ein Gewächshaus Gold wert.
Gerade beim Ziehen von Tomaten ist ein Gewächshaus Gold wert.

Tomaten im Gewächshaus anbauen – Tipps

Gewächshaus-Tomaten kommen wie Freiland-Tomaten nicht ohne Sonne und Wärme aus. Aus diesem Grund sollte das Gewächshaus an einem sonnigen Platz stehen. Damit die sensiblen Tomatenpflanzen vor Frost und Kälte geschützt sind, sollte das Gewächshaus gut isoliert sein.

Ideal sind beheizbare Gewächshäuser. In diese darf die Aussaat bereits Ende Februar und die Jungpflanzen sogar vor den Eisheiligen im Mai. Zudem sollte das Gewächshaus stabil sein, um windige Zeiten zu überstehen. In Gewächshäusern ist, ebenso wie im Freiland, auf einen großzügigen Pflanzabstand zwischen den Stöcken zu achten.

Mindestens 50 Zentimeter sind hier notwendig. Zudem muss ausreichend Luft vorhanden sein. Nur dann haben Krankheiten und Schädlinge keine Chance. Durch die Luftzirkulation kann Feuchtigkeit, die sich auf Blättern oder Früchten sammelt, restlos verdunsten. Blätter und Stängel deshalb beim Gießen immer auslassen. Sind Blätter verwelkt oder krank, sind diese sofort zu entfernen.

Eine ausreichende Belüftung ist jedoch nicht allein zur Vorbeugung gegen Tomatenerkrankungen bedeutsam. Diese ist auch erforderlich für eine Bestäubung der Tomaten. Wind und Insekten müssen ihren Weg dorthin finden. Daher ist es ratsam duftende Lockpflanzen für die bestäubenden Insekten ins Gewächshaus zu stellen.

Gewächshaus-Tomaten brauchen natürlich auch regelmäßig Dünger. Im Gegensatz zu den Freiland-Tomaten sollte dieser aber stickstoffarm sein.

Was Sie beim Tomatenanbau im Gewächshaus außerdem beachten müssen

Beheizbares und stabiles Modell wählen

Tomatenpflanzen sind kälte- und frostempfindlich. Vor allem die Jungpflanzen. Wer sich also für eine Tomatenzucht in einem Gewächshaus entscheidet, der sollte ein beheizbares Modell wählen. Ansonsten sind die Pflanzen nicht vor Frost geschützt.

Und natürlich sollte das Modell stabil sein und nicht bei windigem Wetter direkt in sich zusammenfallen. Eventuell eine Variante aus Glas wählen. Dank diesem lässt sich auch die Kraft der Sonne voll nutzen. Denn Sonne ist für das Wachstum der Tomatenpflanzen lebensnotwendig.

Durch ein Glasgewächshaus ist gewährleistet, das die Pflanzen auf jeden Fall genügend Licht und Wärme erhalten. Wie Freilandtomaten benötigen auch Gewächshaustomaten ausreichend Wasser. Und da sie zu den so genannten Starkzehrern zählen, ist regelmäßiges düngen erforderlich.

Dies ist bereits bei der Bodenvorbereitung zu beachten. Tomatenpflanzen bevorzugen einen lockeren und humusreichen Boden. Diesen dementsprechend vor dem Pflanzen gut auflockern und mit viel Kompost versehen.

Viele Tomatenzüchter setzen auf eine Kombination aus Gartenerde, die mit Pferdemist durchmengt ist. So soll der Boden recht gut wasserdurchlässig und auch bestens mit Nährstoffen versorgt sein. Der Boden darf nie zu nass sein. Denn dadurch wird Wurzelfäulnis von Tomatenpflanzen gefördert.

Regelmäßig gießen, düngen & lüften

Beim Pflanzen ist zu beachten, dass die Jungpflanzen erst nach den letzten Frösten, in der Regel ab Mitte Mai, ins Gewächshaus dürfen. Handelt es sich jedoch um ein beheizbares Modell, dürfen die kleinen Pflänzchen bereits früher dort hinein.

Beim Setzen ist ein Pflanzabstand von mindestens 50 Zentimetern einzuhalten. Und damit die Tomatenpflanzen problemlos in die Höhe wachsen und zudem nicht umknicken können, bekommen sie entsprechende Rankhilfen. Einen sicheren Halt bieten zum Beispiel spezielle Tomatenspiralstäbe.

Es ist ratsam, diese Rankhilfen vor dem Pflanzen in die Erde zu stecken. So ist sicher gestellt, dass die Wurzeln bei einem späteren Einstecken der Tomatenspiralstäbe nicht verletzt werden. Sobald die jungen Pflänzchen in der Erde sind, ist regelmäßiges gießen angesagt.

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Gewächshaustomaten richtig gießen

Dabei ist zu berücksichtigen, dass lediglich die Erde zu wässern ist und keinesfalls Blätter oder Stängel. Verbleibt nämlich die Feuchtigkeit auf den Blättern, wird vor allem in einem Gewächshaus, welches nicht genug belüftet wird, einigen Krankheiten Tür und Tor geöffnet.

Vorsicht: Feuchtigkeit kann aber auch im Gewächshaus selbst entstehen. Indem es nicht genügend durchlüftet wird. Auf diese Weise bildet sich Kondenswasser, das sich auf Blättern und Stängeln setzt – und Pilzen sowie anderen Tomatenkrankheiten so einen optimalen Nährboden bietet.

Die Gartentipps.de Empfehlung: Regelmäßiges Lüften ist daher oberstes Gebot beim Anbau von Tomaten in einem Gewächshaus. Darüber hinaus trägt eine gute Belüftung dazu bei, dass Wind und Insekten die Gewächshaustomaten betäuben können. Das Anpflanzen von duftenden Lockpflanzen im Gewächshaus hilft zusätzlich, dass viele Insekten ihren Weg dorthin finden.

Das so genannte Ausgeizen, das Entfernen der Geiztriebe zwischen Hauptstamm und Seitentrieben, ist auch für Gewächshaustomaten erforderlich. Ebenso das Auflesen von welken oder kranken Blättern. Und wollen die Früchte nicht wirklich reifen, helfen überreife Bananen weiter. Diese einfach mitten in die Tomatenpflanzen aufhängen. Auf diese Weise wird Äthylen verströmt und die Reifung der Früchte in Gang gesetzt.

Bitte ausprobieren: Tomaten auf dem eigenen Balkon !
Bitte ausprobieren: Tomaten auf dem eigenen Balkon!

Tomatenanbau: Tipps für den Balkon

Wer Tomaten auf dem Balkon ziehen will, der kann spezielle Balkontomatensorten kaufen. Schwachwüchsige Sorten sind hierfür gut geeignet. Auch die Jungpflanzen für den Balkon sind vorab abzuhärten. Schließlich stehen sie später immer im Freien, wenn auch geschützter als die Tomatenstöcke im Garten.

Damit die Balkontomaten nicht zu sehr in die Breite gehen, es sei denn es handelt sich um Buschtomaten, sind diese regelmäßig auszugeizen. Hierfür werden die Seitentriebe, die in der Achse zwischen Haupttrieb und Blattstiel wachsen, einfach entfernt. In der Regel sind Balkontomaten Rankpflanzen, so dass sie ohne eine Rankhilfe nicht auskommen.

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