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Krautfäule und Braunfäule bei Tomaten verhindern – So geht’s

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Bei der Krautfäule handelt es sich um eine Pilzinfektion. Bekannt ist diese Tomatenkrankheit auch unter den Bezeichnungen Braunfäule oder Tomatenfäule. Nicht nur Freilandtomaten sind von dem Pilzbefall betroffen.

Extremes Beispiel für Krautfäule, Braunfäule an Tomaten
Extremes Beispiel für Krautfäule, Braunfäule an Tomaten

So verhindern Sie Krautfäule und Braunfäule bei Tomaten

Ebenso Tomaten in Gewächshäusern, die unzureichend belüftet werden. Und auch Kartoffeln sind vor dem Erreger nicht sicher. Aus diesem Grund sollten beide Nachtschattengewächse auf dem Gartenbeet niemals dicht nebeneinander stehen.

Die Pilzsporen erkrankter Kartoffeln können durch den Wind auf die Tomatenpflanzen gelangen und sich auf deren Blättern oder Stängeln ansiedeln. Sofern die Pflanzenteile feucht sind. Nur dann hat der Pilz eine Chance sich auf den Tomaten wirklich ausbreiten zu können. Denn die Sporen keimen erst mit Hilfe von Feuchtigkeit.

Halten beispielsweise Regenfälle länger an, sind Tomaten besonders gefährdet. Als Regenschutz können Tomatenhäuschen im Garten dienen. Diese helfen nicht nur die Nässe fern zu halten, sondern die Pflanzen auch vor den gefürchteten Pilzsporen zu beschützen.

Die Gartentipps.de Empfehlung: Beim Pflanzen von Tomaten ist weiterhin darauf zu achten, dass sie nicht auf der Beetfläche der ehemals mit Krautfäule befallenen Kartoffeln ihren Standort finden. Die Erreger sind nämlich hartnäckig und können lange Zeit im Boden verbleiben.

Krautfäule bei Tomaten erkennen

Bekommen Blätter, Stängel oder Früchte braune Flecken, dann ist die Tomatenpflanze von der gefürchteten Kraut- und Braunfäule befallen. Die bräunlichen Flecken sind dabei in der Regel unscharf begrenzt.

Bei fortschreitendem Befall bildet sich auf der Unterseite der Tomatenblätter ein weißer Pilzrasen. Nach und nach werden die Blätter dann schwarz und welken. Und die oberen Teile der Triebe sterben ab. Vielfach zeigen sich auch auf den oberen Hälften der Früchte blässlich braune Flecken. Alle befallenen Pflanzenteile wie Blätter oder Früchte sind immer sofort abzuknipsen.

Bei einem starken Befall ist die Pflanze aber nicht mehr zu retten. Diese dann samt Wurzeln aus der Erde ziehen und im Hausmüll entsorgen. Die erkrankte Pflanze oder die befallenen Pflanzenteile keinesfalls dem Kompost zuführen.

Dort würde der hartnäckige Erreger relativ lange überdauern. Zugleich sollten befallene Pflanzenteile nicht auf dem Gartenboden verbleiben. Gesunde Tomatenpflanzen könnten sich durch fliegende Pilzsporen ebenfalls mit der Krautfäule infizieren.

Krautfäule bei Tomaten vorbeugen

Es gibt unterschiedlichste Maßnahmen, die vorbeugend wirken können. Zum Beispiel Tomatensorten kaufen, die weniger anfällig speziell für diese Erkrankung sind. 100 Prozent resistente Sorten sind aber nicht auf dem Markt erhältlich.

Als robuste Sorten gelten beispielsweise De Berao, Tigerella, Phantasie oder Philovita. Beim Pflanzen von Freilandtomaten immer an einen ausreichend weiten Abstand denken.

  • 70 Zentimeter genügen in der Regel.
  • Auch Kübel nie zu eng zusammen stellen.
  • Die Pflanzen benötigen ausreichend Sonnenlicht und Luft.
  • So kann Feuchtigkeit auf den Pflanzenteilen schnell verdunsten und Pilzsporen wird keine feuchte Oberfläche zum Keimen geboten.
  • In Gewächshäusern das Lüften nicht vergessen.
  • Schließlich muss Tauwasser auch verdunsten können.
  • Und die Pflanzen nur von unten und ganz gezielt gießen.
  • So bleiben Blätter und Stängel trocken.

Hilfreich: Die unteren Blätter bei den Pflanzen entfernen. Auf diese Weise kommen sie nicht mit Gießwasser in Berührung. Und Freilandtomaten immer bedachen, damit sie nicht längerfristiger der Nässe ausgesetzt sind.

Vorbeugend wirken sollen auch Gießungen mit Schachtelhalmtee. Einmal pro Monat ist ausreichend. Knoblauch soll ebenfalls vor Pilzbefall schützen. Einfach einige Zehen zwischen die Pflanzen stecken.

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