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Tomaten direkt auf dem Balkon anpflanzen & anbauen

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Tomaten auf dem Balkon wachsen in Kübeln genauso gut wie als Freilandtomaten im Garten. Je nach Größe des Balkons lassen sich die unterschiedlichsten Tomatensorten dort pflanzen und anbauen.

Tomaten benötigen auf dem Balkon ausreichend Sonne und Schutz vor Regen und Wind
Tomaten benötigen auf dem Balkon ausreichend Sonne und Schutz vor Regen und Wind

Tomaten auf dem Balkon pflanzen, anbauen & pflegen

Ob Stabtomaten, Strauchtomaten, kleine Cocktailtomaten oder große Fleischtomaten – letztendlich sind Größe, Breite und Höhe des Balkons für die Wahl der Sorte ausschlaggebend.

Bedeutsam ist natürlich die Ausrichtung des Balkons. Eine südliche beziehungsweise südwestliche Ausrichtung sollte gegeben sein. Nur so erhalten die Pflanzen zum Wachsen und zum Ausbilden vieler gesunder roter Früchte ausreichend Sonne.

Aber nicht allein Sonne und Wärme werden zum Gedeihen benötigt, sondern ein geschützter Ort ist erforderlich. Tomaten reagieren empfindlich auf Wind und Regen. Auf dem Balkon fühlen sie sich deshalb in der Nähe der Balkonwand recht wohl.

Vor allem können sie abends noch die Wärme, die die Wände dank der Sonne speichern, für sich nutzen. Zudem brauchen sie Schutz von oben. Denn durch Regen beziehungsweise anhaltende Nässe und Feuchtigkeit können die Tomatenpflanzen erkranken.

Auf feuchten Blättern und Stängeln können sich Pilze ansiedeln und nach und nach die gesamte Pflanze befallen. Hier ist in erster Linie die Kraut- und Braunfäule zu benennen, eine bekannte Tomatenerkrankung. Aber auch die Wurzeln können durch stauendes Wasser in den Kübeln faulen.

Die Gartentipps.de Empfehlung: Ein Dachvorsprung oder ein Tomatenhäuschen bieten sich daher bestens als Regenschutz an.

Tomaten auf dem Balkon: Tipps zum Pflanzen und Anbauen

Tomaten auf dem Balkon gehören aber keinesfalls in Balkonkästen gepflanzt. Jede Pflanze benötigt einen eigenen Pflanztopf. Pro Tomatenpflanze werden mindestens 15 Liter Erde benötigt. Somit dürfen die Kübel nicht zu klein ausfallen. Zudem brauchen die Pflanzen auch ausreichend Platz. Die Kübel sollten deshalb keineswegs zu nah beieinander stehen. Wäre dies der Fall, würden die Pflanzen zu wenig Sonnenlicht erhalten. Zudem wäre eine hinreichende Luftzirkulation nicht möglich. So könnte beispielsweise Morgentau auf den Blättern nicht schnell genug abtrocknen.

Damit die Tomatenpflanzen auch windige Zeiten überstehen und gut gesichert hoch wachsen können, sind Tomatenspiralstäbe oder sonstige Rankhilfen erforderlich. Diese sind ganz vorsichtig neben die Pflanzen zu positionieren, damit die Wurzeln nicht verletzt werden. Keinesfalls dürfen Tomaten ins Freie, wenn noch frostige Zeiten bevorstehen – Frost und Kälte würden sie nicht unbeschadet überleben. Daher die Paradeiser erst nach den Eisheiligen im Mai endgültig auf den Balkon stellen. Die selbst vorgezogenen oder gekauften Jungpflanzen sind vorab auf ihren Standort im Freien vorzubereiten. Aus diesem Grund dürfen sie tagsüber ab 8 Grad Celsius bereits an einen sonnigen und geschützten Platz auf den Balkon stehen. Nachts müssen sie wieder auf die Fensterbank.

Damit die Ernte im Ganzen reichlich ausfällt, sind einige wenige Pflegemaßnahmen zu beachten. Tomaten lieben nährstoffreiche und lockere Erde. Und ausreichend Wasser. Vor allem auch regelmäßige Wassergaben. So wird ein Aufplatzen der Früchte verhindert. Beim Gießen nur die Erde ausreichend befeuchten, kein Gießwasser auf die Pflanzenteile schütten. Wenn es sehr heiß ist, können die Tomaten auch zweimal täglich Flüssigkeit gebrauchen. Am besten morgens und abends gießen. Jedoch nicht zu viel Wasser auf einmal. Die Pflanzen müssen durchgehend feucht sein, aber nicht nass.

Balkontomaten düngen, ausgeizen & auf Pilzbefall untersuchen

Da Tomaten zu den Pflanzen zählen, die viele Nährstoffe benötigen, ist düngen vonnöten. Regelmäßig, aber nicht zu viel, lautet auch hier das Motto. Besonders empfehlenswert ist natürlicher Dünger wie Kompost oder Pferdemist.

Während des Pflanzenwachstums sind Tomatenpflanzen auszugeizen. Werden die Geiztriebe, die zwischen den Achseln vom Hauptstamm und den Seitentrieben wachsen, abgeknipst, fließt die Kraft der Pflanze in die Ausbildung der Früchte und nicht in die Triebe. Sie können so schön groß und prall werden, zudem schmecken sie auch besonders intensiv. Bei Strauchtomaten ist das Ausgeizen aber nicht erforderlich. Letztendlich sind welke Blätter regelmäßig zu entfernen. Und die Pflanzen auf Pilzbefall zu untersuchen.

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