Start Pflanzen Obst & Gemüse Tomaten ausgeizen: So gelingt das Ausgeizen der Pflanze

Tomaten ausgeizen: So gelingt das Ausgeizen der Pflanze

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Tomatenzüchter wünschen sich schöne große Tomaten. Mit der richtigen Pflege muss es nicht allein beim Wunsch bleiben. Denn wer seine Tomatenpflanzen regelmäßig ausgegeizt, der wird mit vielen stattlichen Früchten belohnt.

Wenn Sie Ihre Tomatenpflanzen richtig ausgeizen, erhalten Sie deutlich größere Früchte
Wenn Sie Ihre Tomatenpflanzen richtig ausgeizen, erhalten Sie deutlich größere Früchte

Das Ausgeizen von Tomaten

Neben dem Haupttrieb und den Seitentrieben wachsen an Tomatenpflanzen noch Zwischentriebe. Da Tomatenpflanzen von Natur aus dazu neigen in die Breite zu wachsen, bilden sich während des Wachstums der Pflanze in den Blattachseln zwischen Hauptstamm und Seitentrieben eine Große Anzahl von Zwischentrieben oder den so genannten Geiztrieben aus. Je mehr Triebe eine Tomatenpflanze besitzt, desto mehr Früchte kann sie auch tragen. Nur bleiben diese Tomatendann doch meist klein und können zudem auch nicht alle reifen.

Bei Züchtern und Tomatenliebhabern sind aber eher die großen Früchte beliebt. Damit genau diese heranreifen können, sind die Geiztriebe regelmäßig abzuknipsen. In der Fachsprache nennt sich dieser Vorgang „ausgeizen“. Wird eine Tomatenpflanze einmal pro Woche ausgegeizt, dann geht sie in die Höhe anstatt in die Breite. Sie bildet dann weniger Fruchtansätze, dafür aber größere Früchte aus. Somit kann durch das Ausgeizen der unerwünschten Triebe die gesamte Kraft der Pflanze in die Ausbildung großer und praller Tomaten fließen und weniger in den Wuchs.

Tomaten ausgeizen: Frühzeitig und regelmäßig!

Unsere Gartentipps.de Empfehlung: Es bietet sich an, die Geiztriebe bereits dann zu entfernen, wenn sie noch relativ klein sind – und zwar keinesfalls länger als zehn Zentimeter. Beim Ausbrechen der Triebe entstehen nämlich Wunden, die möglichst klein zu halten sind. Je eher die Triebe entfernt werden, umso besser ist es für die Pflanze. Bei der Pflege sollte das Ausgeizen daher zwei Mal in der Woche auf dem Programm stehen. Nur bei Buschtomaten ist es nicht notwendig. Deren buschiger Wuchs hat keinerlei Auswirkungen auf Größe oder Anzahl der sich ausbildenden Früchte.

Manche Tomatenzüchter empfehlen den Morgen als die beste Tageszeit zum Ausgeizen. Morgens können angeblich die Wunden, die durch das Abknipsen der Geiztriebe entstehen, schneller eintrocknen. Für den Vorgang des Ausgeizens sind besser die Finger als Werkzeug zu gebrauchen. Den Geiztrieb vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und diesen mit einem Ruck in der Achsel abbrechen.

Wer will, der kann aus den Geiztrieben neue Pflanzen ziehen. Die Triebe, die dann jedoch etwas länger an der ursprünglichen Pflanze verbleiben sollten, nach dem Abknipsen einfach in ein Glas mit Wasser stellen und wurzeln lassen. Woran zu denken ist: Sobald die Tomatenpflanzen in die Höhe wachsen, brauchen deren Hauptstämme eine zuverlässige Stütze, damit sie schlichtweg nicht umknicken können. Ohne sichern Halt könnten die Pflanzen die Last der Früchte nicht mehr alleine tragen. Tomatenstäbe oder spezielle Tomatenrankhilfen sind hierfür ausgesprochen praktisch.

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