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Knoblauch – die tolle Knolle

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Wie zahlreiche Gewächse des Gartens ist auch Knoblauch als sehr gesund bekannt. Im Jahre 1989 wurde Allium sativum, so der wissenschaftliche Name der Knoblauchpflanze, zur Arzneipflanze des Jahres gekürt. Es versteht sich von selbst, dass jeder Hobbygärtner der tollen Knolle einen kleinen Platz im Garten zur Verfügung stellen und der selbst angebaute Knobi möglichst oft beim Kochen Anwendung finden sollte.

Knoblauch als Heilpflanze: Natürliche Unterstützung für die Gesundheit

Knoblauch | © panthermedia.net /yelenayemchuk
Knoblauch | © panthermedia.net /yelenayemchuk

Es gibt eine Vielzahl gesundheitsbewahrender und gesundheitsfördernder Wirkungen, die man Knoblauch nachsagt. So wirkt Knobi beispielsweise antibakteriell und antithrombiotisch. Der Inhaltsstoff Ajoen soll über die Eigenschaft verfügen, die Aggregation von Thrombozyten (Blutplättchen) zu verhindern. Der Verzehr von rohen Knoblauchzehen soll sich stärkend auf das Immunsystem auswirken und besseren Schutz vor Viren und Bakterien gewährleisten. Hierfür ist der in Knobi enthaltene Wirkstoff Allicin verantwortlich, der jedoch beim Erhitzen von Knoblauch abgebaut wird.

Außerdem soll die tolle Knolle die Blutfettwerte und die Cholesterinwerte senken. Darüber hinaus gilt Knofi als Abwehrmittel gegen Parasiten, Viren und Bakterien. Das geruchsintensive ätherische Öl soll sich zur gesundheitsfördernden Unterstützung bei Erkrankung der Atemwege, bei Grippe, Keuchhusten und Asthma bronchiale eignen. Im Darm soll das ätherische Knoblauchöl Krankheitserreger abtöten und zudem sich im menschlichen Organismus auch noch herzstärkend auswirken.

Knoblauch – in vielen Formen verwendbar

Knobi sollte möglichst oft in die Ernährung eingebunden werden. Wer auf das intensiv-würzige Aroma der Knoblauchknolle steht, hat damit vermutlich kein Problem. Die Zehen der Gewürzpflanze Allium sativum lassen sich vielfach in der Küche verwenden und schmecken in Salaten (z. B. Tomatensalat) ebenso lecker, wie auf Pizza, zu Pasta sowie zu Fleischgerichten und Fischgerichten. Auch diverse Saucen – von leckerer Bratensauce bis zur leckeren Tomatensoße – lassen sich mit Knobi verfeinern und würzen.

Am besten wird frischer Knoblauch zum Zubereiten und Kochen eingesetzt. Wenn keine frische Knoblauchzehe verfügbar ist, kann auf getrocknete Produkte wie beispielsweise Knoblauchgranulat oder Knoblauchsalz zurückgegriffen werden. Aufgrund seiner schwefelhaltigen Verbindungen bildet sich nach dem Verzehr von Knoblauch Mundgeruch und mitunter wird der Knoblauchgeruch auch über den Körperschweiß ausgeschieden, was viele Menschen als unangenehm empfinden.

Daher verzichten viele generell auf den Verzehr von Knobi. Wer dennoch nicht auf die gesundheitsfördernden Wirkungen verzichten will, kann im Rahmen von Nahrungsergänzung auf Kapseln mit Knoblauchextrakt zurückgreifen. Darin ist Schwarzer Knoblauch enthalten, der eine hohe Bioverfügbarkeit aufweist. Werden Knoblauchkapseln eingenommen, soll dies nicht über die Atemluft oder über Körperausdünstungen riechbar sein.

Knoblauch selbst anbauen im eigenen Garten – so geht´s

Knoblauchernte | © panthermedia.net /Aliaksei Verasovich
Knoblauchernte | © panthermedia.net /Aliaksei Verasovich

Das Lauchgewächs kann problemlos im Garten und sogar im Blumenkasten oder Blumentopf auf dem Balkon angebaut werden. Die Knoblauchpflanze bevorzugt einen warmen Standort mit Sonne sowie einen lockeren Boden. Da die Pflanze zu den Flachwurzlern gehört, sind sandige Böden nicht geeignet. Zur Auflockerung des Bodens kann Humus verwendet werden. Ebenfalls eignet sich Kompost, um die Gartenerde mit Nährstoffen anzureichern.

Generell kann Knoblauch im Frühjahr und im Herbst gepflanzt werden. In den Sommermonaten ist eine Neupflanzung nicht zu empfehlen, da die junge Knoblauchpflanze bei zu intensiver Sonneneinstrahlung zum Austrocknen neigt. Ideal ist das Pflanzen im Frühjahr, da das Gewächs sich in dieser Jahreszeit leichter anbauen lässt. Für die Herbstpflanzung eignet sich Winterknoblauch, der gute Winterhärte aufweist.

Am einfachsten lässt sich Knoblauch anbauen, indem zwischen Mitte Februar und Mitte März eine Zehe etwa 2 bis 3 Zentimeter tief in die Gartenerde gesteckt wird. Als Pflanzabstand sollten jeweils 10 Zentimeter eingehalten werden. Das Gießen erfolgt mäßig; nasser Boden ist unbedingt ebenso zu vermeiden, wie das Austrocknen der Erde.

Knoblauch ernten: So erkennen Sie die Erntereife

Ende Juni oder Anfang Juli lässt sich eine Verfärbung des Laubs feststellten. Das Blattgrün weicht und die Blätter der Knoblauchpflanze werden gelb. Nach etwa 2 bis 3 Wochen hat sich rund ein Drittel der Knobipflanze in Gelb verwandelt. Jetzt ist die perfekte Zeit, den Knoblauch zu ernten und die Knollen aus dem Boden zu nehmen.

Entfernen Sie Erdreste und lagern Sie die frischen Knoblauchknollen an einem kühlen und trockenen Standort ohne direkten Lichteinfall. Die Knollen können beispielsweise zu einem Zopf geflochten und aufgehangen werden. Bei optimalen Lagerungsbedienungen sind Knobi-Knollen bis zu einem halben Jahr, manchmal auch länger haltbar.

Nach der Knoblauchernte: Frischen Knoblauch verarbeiten

Knoblauch | © panthermedia.net /Jiri Hera
Knoblauch | © panthermedia.net /Jiri Hera

Damit Sie in der Küche jederzeit verbrauchsfertigen Knoblauch parat haben, hier noch zwei weitere Tipps, wie Sie die gesunde Knolle nach der Knoblauchernte weiterverarbeiten können.

Knobi hacken und einfrieren

Entfernen Sie alle Knoblauchzehen aus der Schale und hacken Sie anschließend die Zehen mit einem geeigneten Küchenmesser zu feinen Würfelchen. Anschließend verteilen Sie den zerkleinerten Knofi in Eiswürfelbehälter, um diese mit Wasser aufzufüllen und einzufrieren. Bei Bedarf haben Sie dann in der Küche eingefrorene Knoblauchportionen in Eiswürfeln zur Verfügung, die beim Kochen in die Sauce gegeben werden können.

Knoblauchöl selbst zubereiten

Schälen und hacken Sie die frischen Knoblauchzehen oder Knoblauchknollen. Geben Sie die gehackte Gewürzknolle in eine dunkle Glasflasche und füllen Sie anschließend die Flasche mit Sonnenblumenöl oder Olivenöl auf. Lagern Sie die Mischung dunkel und kühl – fertig ist ein tolles Knoblauchöl für Salate, zum Anbraten von Fisch, Fleisch und Gemüse.

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