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Bäume für den Garten – Ideen & Tipps

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Nicht jeder Baum passt auch in jeden Garten, denn neben der Wuchsform und der Höhe ist auch der jeweilige Wurzeltyp ein wichtiges Auswahlkriterium für Gartenfreunde. Wir geben Tipps, wie Sie den richtigen Baum für Ihren Garten finden.

Sucht man Bäume für den Garten, muss man bei der Eiche die Wuchshöhe beachten.
Sucht man Bäume für den Garten, muss man bei der Eiche die Wuchshöhe beachten.

Der passende Baum für Ihren Garten

Früher wurden Bäume häufig wegen ihrer symbolischen Bedeutung gepflanzt. Zum Beispiel galt die Linde als Zeichen für aufrichtige Liebe, während die Eiche Wahrheit und Stärke symbolisierte.

Heutzutage fallen die meisten Hobbygärten aber deutlich kleiner aus, weswegen zunehmend gestalterische Aspekte in den Fokus der Baumauswahl rücken. Schließlich passt nicht jeder beliebige Baum in jeden Garten.

Doch die Wahl des Baumes will gut durchdacht sein, schließlich ist das Pflanzen eines Baumes meist eine Entscheidung für viele Jahre.

Entscheidend ist die Größe des Baums

Beispielsweise würden Birken oder Eichen, deren Wuchshöhe weit über 20 Meter liegt, in kleinen Gärten kaum Freude bereiten. Ebenso passen Bäume mit breit ausladenden Kronen nicht in kleinere Gärten. Sie brauchen genügend Platz, um in die Breite wachsen zu können, welchen sie aber nur in entsprechend großflächigen Gärten vorfinden.

Wer junge Bäume pflanzt, ohne sich mit diesen im Vorfeld näher zu beschäftigen, der erlebt so manche unliebsame Überraschung sobald die Bäume nach Jahren ihre endgültige Pracht entfaltet haben.

Daher ist es sinnvoll, sich vorab eingehend über die Bäume für den Garten zu informieren. Neben Wuchshöhe und Wuchsbreite ist zudem wichtig, wie schnell ein Baum wächst. Dabei ist zwischen schwach oder langsam wachsenden und schnell wachsenden Bäumen zu unterscheiden. Für einige Bereiche im Garten und speziell für Vorgärten sind die eher schwach wachsenden Baumarten besser geeignet.

Die GartentippsEmpfehlung:  Für Gartenflächen von wenigen hundert Quadratmetern bieten sich schwachwüchsige Bäume mit Endwuchshöhen um die 10 bis 12 Metern an. Außerdem sind säulenförmige oder kugelförmige Bäume den schirmförmigen Bäumen auf engerem Raum immer vorzuziehen.

Beachten Sie Wurzeltyp und Rindenzeichnung

Aber auch der Wurzeltyp spielt eine ausgesprochen große Rolle bei der Baumauswahl. So gibt es Flachwurzler wie Fichten oder Sandbirken, die stark verzweigte und oberflächennahe Wurzeln ausbilden. Diese entziehen der Bodenoberfläche viel Wasser, sodass Unterpflanzungen kaum oder gar nicht gedeihen.

Darüber hinaus können ihre Wurzeln gepflasterte Flächen im Garten ärgerlicherweise anheben. Besonders gut geeignet für Unterpflanzungen sind wiederum die so genannten Tiefwurzler. Dazu zählen unter anderem Kiefern, Walnussbäume oder Robinien. Ihre senkrecht in den Boden wachsenden Wurzeln geben dem Gehölz einen ausgezeichneten Stand und können zudem auch mit wenig Wasser bestens auskommen.

Daneben sind Herzwurzler wie Ginkgo oder Amberbaum dank ihrer kräftigen kurzen Wurzeln ebenso standfest. Unterpflanzungen können unter diesen Bäumen hervorragend wachsen.

Letztendlich kann sogar die Rindenzeichnung eines Baums für den Kauf entscheidend sein. Bei diesem Kriterium kommt es natürlich immer darauf an, wo der Baum seinen Standort finden soll: In der Nähe einer Terrasse machen sich beispielsweise Streifen-Ahorn oder Mahagoni-Kirschen besonders gut, da deren Rindenzeichnung außergewöhnlich schön ist.

Bäume für den Garten – verschiedene Wuchsformen

Bäume wachsen unterschiedlich. Sie lassen sich generell in säulenförmig, kugelförmig, schirmförmig oder überhängend wachsend einteilen.

Letztere Wuchsform besitzt elegant nach unten gebogene Zweige, ihr Wuchs ist recht ausladend. Überhängende Bäume brauchen daher einen zentralen Platz im Garten mit viel Raum, um sich voll entfalten sowie eine gewisse Wirkung erzielen zu können. Bekanntester Vertreter dieser Wuchsform ist die Trauer-Birke.

Säulenbäume sind ideal für kleinere und engere Gärten. Sie wachsen aufstrebend in die Höhe und nicht in die Breite und spenden daher auch so gut wie keinen Schatten. Sie machen sich gut als Solitär, aber auch als Paar oder in der Gruppe. Gerne werden hochwachsende Säulenbäume als Sichtschutz gepflanzt.

Beliebte säulenförmige Nadelgehölze sind unter anderem Eiben, Wacholder und Zypressen. Zu den säulenförmigen Laubbäumen zählen zum Beispiel Säulen-Hainbuchen, Säulen-Ahorn oder die Zierkirsche ‚Amanogawa‘. Kugelförmige Bäume wachsen größtenteils langsam und bilden eine Art Ruhepol im Garten.

Aus diesem Grund werden sie häufig einzeln gepflanzt. Die meist veredelten Hochstämme der Kugelbäume wachsen aufrecht, ihre Baumkugeln werden im Schnitt zwischen zwei und sechs Metern breit. Kugelbäume bieten keine großen Schattenflächen, sie lassen Unterpflanzungen aber einvernehmlich gedeihen. Die breit ausladenden Kronen von schirmförmigen Bäumen benötigen ausreichend Platz.

In kleinen Gärten können sie sich keinesfalls entfalten. Tulpen-Magnolien, Apfeldorn oder Kupfer-Felsenbirne sind beispielsweise hervorragende Schattenspender, aber leider nur für große Gartenflächen geeignet.

Wie Sie den Gartenbaum pflanzen

Generell wird für Gartenbäume der Herbst als idealer Pflanzzeitpunkt empfohlen. In dieser Zeit ist der Boden einerseits noch ausreichend warm, was die Bildung der Feinwurzeln noch vor dem Eintreten der Winterruhe ermöglicht. Andererseits werden durch diesen Pflanzzeitpunkt die häufig im Frühjahr auftretenden Tockenperioden vermieden.

Um einen Baum erfolgreich zu pflanzen, ist eine gezielte Vorbereitung der Bodenfläche entscheidend. Das Erdreich ist häufig nämlich stark verdichtet, weswegen der Boden mit leicht gelockert werden sollte. Auch auf eine optimale Nährstoffversorgung sollten Sie unbedingt achten und Kompost oder Dünger in den Boden einarbeiten.

Die Gartentipps-Empfehlung: Wenn Sie einen Baum pflanzen, müssen Sie auf ein ausreichend großes Pflanzloch achten. Dieses sollte nämlich mindestens doppelt so breit und tief sein, wie später der Wurzelballen des Baumes groß sein wird. Ist das Loch zu klein, könnte der Baum nur schlecht oder sogar gar nicht gedeihen.

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