Start Gartenpflege Urlaubszeit – und der Rasen grünt und gedeiht

Urlaubszeit – und der Rasen grünt und gedeiht

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Wie jedes Jahr sieht sich so mancher Gartenbesitzer vor der neuen Gartensaison mit der Frage konfrontiert, welche Vorkehrungen er treffen kann, um nach der Rückkehr aus dem wohlverdienten Oster- oder Sommerurlaub keine unliebsamen (Rasen-)Überraschungen zu erleben: Wuchernder Klee, braune, ausgedörrte Stellen oder üppiger Moosbefall können schnell die Freude am natürlichen, grünen Teppich trüben.

Urlaubszeit – und der Rasen grünt und gedeiht
Urlaubszeit – und der Rasen grünt und gedeiht

Knapp die Hälfte aller Deutschen besitzt einen Garten, und viele unter ihnen schwören auf einen gepflegten, grünen Rasen, der dem Ideal von einem englischen Rasen möglichst nahekommen soll. Arbeits- und pflegeintensiv ist er bisweilen schon, was von vielen Gartenliebhabern klaglos in Kauf genommen wird, wenn die Freude an der grünen Oase für viele Mühen mehr als entschädigt. Aber was tun, wenn die eifrigen Hände etwa zum Bewässern und Mähen während der Ferienwochen fehlen?

Düngergaben zurückfahren

Findet sich niemand in der Familie, im Bekanntenkreis oder Nachbarschaft, der in der Ferienzeit bereit wäre, sich um die Gartenpflege zu kümmern, können dennoch einige Vorkehrungsmaßnahmen helfen, den Rasen einige Wochen im Jahr getrost auch sich selbst überlassen zu können.

Dazu gehört etwa das Einstellen von Düngergaben wenige Wochen vor Urlaubsantritt. Die konzentrierten Nährstoffe im Rasendünger kurbeln den Stoffwechsel der Pflanzen an, der einen erhöhten Wasserbedarf zu Folge hat. Fällt dann eine ausreichende Bewässerung in den darauffolgenden Urlaubstagen und -wochen aus, verbrennen nicht ausreichend verflüssigte und im Boden versickerte Düngerreste unweigerlich das grüne Blattmaterial. Die Graspflanze stirbt ab. Gerade in trockenen, heißen Sommerperioden entstehen dadurch verbrannte Stellen im Rasenteppich.

Aber: Kann der Rasen jedoch während des Urlaubs ausreichend gewässert werden, ist es gerade vor der Abreise sinnvoll, ihn vor der Abreise mit Dünger und gegebenenfalls mit einem Unkraut-Vernichter zu behandeln. Denn: Die Gefahr einer Schädigung von Kindern oder Haustieren durch Unkraut-Vernichter scheidet aus. Innerhalb weniger Tage sind die Stoffe umgesetzt, in den Boden eingedrungen und nach außen hin wirkungslos.

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Nicht zu kurz schneiden

Vor einem Ferienaufenthalt sollte der Rasen nicht zu kurz gemäht werden, da sonst die Gefahr von Austrocknungen und Verdunstungsschäden unnötigerweise erhöht wird. Bei Urlaubsantritt darf der Rasen ruhig etwas länger stehen als sonst, da er sich dann selbst beschattet und so der Feuchtigkeitsverlust in Grenzen gehalten wird. Die Fläche kann nicht so leicht verdunsten.

Zusätzlich sollten automatische Bewässerungssysteme per Zeitschaltuhr so eingestellt sein, dass eine Bewässerung nur in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden wie auch nachts erfolgt.
Wenn Wassertropfen tagsüber während der heißesten Stunden auf den Blättern verbleiben, wirken sie durch die starke Sonneneinstrahlung wie ein Brennglas und brennen Löcher in die Grashalme. Pflanzenmaterial stirbt ab und kann die gesamte Pflanze schädigen.

Zudem verdunstet ein großer Teil des Wassers und verpufft wirkungslos. Sonneneinstrahlung und Hitze drosseln den Stoffwechsel der Halme und verhindern eine vollständige Wasseraufnahme.

Im Frühjahr kann der Rasenschnitt kürzer als im Sommer eingestellt werden, je häufiger dabei gemäht wird, umso dichter ist der Rasenwuchs.
Im Frühjahr kann der Rasenschnitt kürzer als im Sommer eingestellt werden, je häufiger dabei gemäht wird, umso dichter ist der Rasenwuchs.

Smart Wässern

Um das geliebte Grün mit einer optimalen Urlaubsbewässerung zu versorgen, helfen neuerdings sogenannte Smartsysteme, die mittels App eine ferngesteuerte Kontrolle ermöglichen. Dabei stehen ein Regensensor und Bewässerungsautomat im Funkkontakt mit einem sogenannten Gateway, dem Verbindungsstück zum Internet. Über ein passendes Programm (App) für das Smartphone kann von überall auf das Bewässerungssystem zugegriffen werden. So lassen sich ausgestattet mit einem Sensor, einer Bewässerungssteuerung und einem Mähroboter die Endgeräte nicht nur kontrollieren und konfigurieren, sondern zu jeder Zeit von jedem (Urlaubs-)Ort aus ansteuern.

Der smarte Sensor liefert dabei aktuelle Messwerte wie Bodenfeuchte, Außentemperatur und Lichtstärke. So wissen Gartenbesitzer aus am Urlaubsort jederzeit, was in ihrem Garten passiert. Sie können die Bedürfnisse ihrer Pflanzen besser einschätzen und Bewässerung und Mähvorgang entsprechend der Erfordernisse und aktuellen Witterungsbedingungen problemlos aufeinander abstimmen.

Grundvoraussetzung dafür ist mindestens ein Wasseranschluss, an dem das System während des Urlaubs permanent angeschlossen bleibt. Per App-Befehl öffnet sich dann das Ventil am smarten Wasserkontrollsystem. Auch eine Steuerung der Bewässerungszeiten lässt sich mit Hilfe von Smartsystemen problemlos bewerkstelligen. Dabei sollten großzügig bemessene Bewässerungszeiten für eine möglichst ausgiebige Bewässerung sorgen, die eine tiefgreifende Durchfeuchtung des Erdreichs bis in mindestens zwei bis drei Zentimetern Tiefe gewährleistet.

Zusätzliche Sensoren geben Umwelt-Informationen wie Temperatur, Luftdruck, Lichtstärke aber auch Bodenfeuchtigkeit über die App an den Endnutzer weiter, sodass die Beregnung des Rasens darauf abgestimmt wird.

Allerdings: Rasen erholt sich von Trockenperioden im Allgemeinen relativ rasch. Voraussetzung dafür ist jedoch eine regelmäßige Bewässerung nach der Rückkehr aus dem Urlaub.

Moderne fernsteuerbare Rasen-Sprinkler-Systeme erlauben eine vollautomatische Bewässerung auch bei Abwesenheit.
Moderne fernsteuerbare Rasen-Sprinkler-Systeme erlauben eine vollautomatische Bewässerung auch bei Abwesenheit.

Den Rasen mähen lassen – Rasenroboter

Moderne Smartsystem erlauben auch einen regelmäßigen, ferngesteuerten Rasenschnitt mit Hilfe eines Mähroboters. Dazu müssen die zu mähenden Rasenflächen mit einem Begrenzungsdraht abgesteckt werden, das beim Kauf eines Mähroboters mitgeliefert wird und im Boden verankert werden muss. Meist liegt es zu Beginn einfach auf dem Boden auf, um dann nach einigen Wochen unter die Bodenoberfläche zu versinken.

Ein zweites sogenanntes Suchkabel führt von der Ladestation bis zu einem entfernten Punkt des Begrenzungsdrahtes, an dem der Mäher seine Arbeit aufnehmen soll. Das Kabel kann aber auch zur Rückführung des Mäh-Roboters zur Ladestation dienen. Dabei dient die Ladestation als Tankquelle, um den Akku des Robotermähers mit neuer Energie versorgen zu können. Nach Arbeitsbeendigung kehrt die Maschine selbsttätig zur Ladestation zurück.

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Damit die Rasenkantenabschlüsse sauber gemäht werden, arbeiten die Roboter leicht über den Begrenzungsdraht hinaus. Nach Herstellerangaben sollen Mähroboter auch Böschungen mit Steigungen von bis zu 36 Prozent bewältigen können. Eingebaute Umweltsensoren wie etwa Regensensoren ermöglichen es den Geräten, bei einsetzendem Regen die Basisstation selbstständig aufzusuchen. Und: Der Roboter nimmt erst dann wieder seine Arbeit auf, wenn der Regen aufgehört hat.

Im Durchschnitt ist der Rasen vom späten Frühjahr bis in den Herbst mindestens circa alle zwei Wochen zu mähen – je öfter desto besser bei ausreichender Wasserversorgung. Im Laufe des Frühjahrs wird der Rasen dabei grundsätzlich kürzer geschnitten als im Sommer. Weniger als vier Zentimeter sollten es aber niemals sein. In den Sommermonaten wird der Rasen dagegen um ein bis zwei Schnittstufen länger belassen.

Dem Moos keine Chance

Im zeitigen Frühjahr sollte das alte Herbstlaub der vergangenen Gartensaison weggerechelt werden. Bleibt es im Frühjahr zu lange auf dem Rasen liegen, zersetzt es sich und regt die Moosbildung an. Daher sollte noch vor Urlaubsantritt im Frühjahr altes Material von der Rasenfläche entfernt werden.

Hat schon erste Moosbildung eingesetzt, wird es mit dem Rechen von der Bodenoberfläche ausgeharkt. Unkräuter wie Löwenzahn, Gänseblümchen oder Wegerich-Arten sollten einzeln mit einem speziellen Unkrautmesser ausgestochen werden, damit es zu keiner Blüten- und Samenbildung und damit weiterer Ausbreitung kommen kann. Damit sich kein weiteres Moos bildet, kann die mit Magnesiumkalk oder Dolomitenkalk bestreut werden. Der nächste Regen wäscht den Kalk in den Boden und hebt dessen pH-Wert an – Gift für säureliebendes Moos.

Vor dem Osterurlaub unbedingt noch altes Herbstlauf vom Rasen entfernen!
Vor dem Osterurlaub unbedingt noch altes Herbstlauf vom Rasen entfernen!

Bilder:
Abbildung 1: pixabay©niekverlaan (CC0 1.0)
Abbildung 2: pixabay©KAZ (CC0 1.0)
Abbildung 3: pixabay©medea68 (CC0 1.0)
Abbildung 4: pixabay©emilybailey91 (CC0 1.0)

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