Start Gartenpflege Staudenrückschnitt im Herbst – So geht’s

Staudenrückschnitt im Herbst – So geht’s

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War es früher noch Mode, die Beete vor Winterbeginn völlig kahl zu räumen geht man jetzt lieber naturverträglichere Wege und lässt so viel wie möglich stehen. Was es allerdings für den Gartenneuling nicht gerade leicht macht. Vor allem die Frage „Was muss ich jetzt im Herbst wirklich unternehmen?“ taucht zunehmend auf.

Der Staudenrückschnitt im Herbst sollte wohl überlegt sein
Der Staudenrückschnitt im Herbst sollte wohl überlegt sein

In den Staudenbeeten kann erst einmal grundsätzlich alles stehen bleiben. Herausgeschnitten (und zwar unmittelbar über dem Boden) wird nur krankes Material. So neigen z.B. Astern gern zu starken Mehltaubefall im Spätherbst (erkennbar am weißen Belag auf den Blättern und schwarz werdenden Trieben). Wird dieses Material schon im Herbst herausgeschnitten und entsorgt, können auch die Pilzsporen weniger leicht überwintern.

Aus Sicherheitsgründen zur alten Mode des Kahlschlags vor dem Winter zurückzukehren wäre aber auch nicht die passende Lösung. Gerade im fast kuscheligen Gewirr trockener Staudenreste finden viele nützliche Insekten wie Spinnen und Marienkäfer ein optimales Winterquartier.

Außerdem sollte man die Schutzwirkung des „Gestrüpps“ bei empfindlichen Pflanzen nicht unterschätzen. Reste von Trieben und Laub sorgen durch das Abbremsen des Windes für einen natürlichen Winterschutz von Pflanzen, die aus wärmeren Regionen kommen (dies gilt insbesondere für alle mediterranen Kräuter, wie z.B. Lavendel, Salbei oder Currykraut).

Die Gartentipps.de Empfehlung: Teilweise erspart man sich damit auch gänzlich jede Arbeit: So sind z.B. die stark wasserhältigen Blätter von Funkien (Hosta), die mit dem ersten Frost schlapp am Boden liegen, bis zum Neuaustrieb im Frühjahr bereits von allein verrottet.

Und es hat den Vorteil, dass die Beete auch den Winter über nicht gar so kahl aussehen. Wie käme man sonst zum Anblick trockener Sedum-Blütenstände mit dezentem Schneehäubchen?

Wussten Sie schon?

Man sollte sich vor dem Kauf exotischer Pflanzen genau informieren, welche Mindesttemperaturen diese Art wirklich aushält, damit es im nächsten Frühjahr keine bösen Überraschungen gibt. Auf die Bezeichnung „winterhart“ ist da leider kein Verlass, da oft eine Verträglichkeit von gerade mal minus 5 Grad ausreicht, um die Pflanzen als „winterhart“ zu kennzeichnen.

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