Start Gartengestaltung Selbermachen & DIY Kosmetikprodukte mit Zutaten aus dem Garten selber machen

Kosmetikprodukte mit Zutaten aus dem Garten selber machen

7
0

Viele Pflanzen aus dem eigenen Garten eignen sich nicht nur zum Anreichern von Gerichten in der Küche, sondern Sie können daraus auch Pflegeprodukte für Ihren Körper herstellen. Lavendel oder Rosmarin sind nur einige der Zutaten, die sich ganz leicht in wunderbare Öle verwandeln lassen.

Die Kosmetik-Zutaten aus dem eigenen Garten

Pflanzen und Blumen sehen im Garten nicht nur schön aus, sondern können auch noch weit mehr als das: Viele Pflanzen haben nämlich eine natürliche Heilwirkung und angenehm pflegende Eigenschaften. Diese Vorteile sollten Sie sich zu Nutze machen – denn eigens kreierte Naturkosmetik lässt sich viel leichter herstellen, als Sie vielleicht denken mögen.

Das gilt insbesondere dann, wenn Sie zum Beispiel Ringelblumen, Karotten, Rosen oder Lavendel bereits in Ihrem Garten angebaut haben. Es gibt viele mögliche Zutaten für die eigene Kosmetik. Einige Grundzutaten sind dabei häufig:

  • Ringelblume (Calendula officinale): Die bunte Ringelblume hat neben ihrer schönen Optik auch eine entzündungshemmende sowie hautregenerierende und heilende Wirkung. Insbesondere bei trockener, sensibler Haut sind Cremes aus eigener Herstellung mit Ringelblume empfehlenswert.
  • Rosmarin (Rosmarinus officinalis): Grade bei schlecht durchbluteter Haut entfalten Produkte aus Rosmarin ihre Wirkung. Dank dessen durchblutungsfördernder, wärmenden und tonisierenden Eigenschaften kann Rosmarin sogar gegen Cellulite helfen.
  • Lavendel (Lavandula angustifolia): Lavendel versprüht einen herrlichen Duft, welcher entspannend und harmonisierend wirkt. Diese Vorteile können Sie sich auch in Form von eigenen Naturprodukten zu Nutze machen. Außerdem eignet sich Lavendel zur Wundheilung oder gegen Insektenstiche und Verbrennungen.
  • Zitronenmelisse (Melissa officinalis): Die Zitronenmelisse mildert Reize und entspannt Körper und Geist. Gleichzeitig wirkt Zitronenmelisse insbesondere bei gereizter, empfindlicher Haut beruhigend.

Naturkosmetik selbst herstellen – die Grundlagen

Aufgrund ihrer vielen Vorteile ist die Naturkosmetik voll im Trend, doch von einer Revolution der Biokosmetik, wie verschiedene Medien sie verkünden, sind wir noch weit entfernt. Nichtsdestotrotz sollten Sie sich die Vorteile der Produkte aus eigener Herstellung nicht entgehen lassen.

Selbstgemachte Pflegeprodukte sind nämlich weitaus individueller als ihre industriellen Vertreter. Das bedeutet: Rezepturen lassen sich ganz leicht nach den eigenen Bedürfnissen anpassen.

Bei der Herstellung eigener Kosmetikprodukte entscheiden drei Faktoren über den Erfolg:

  • Die richtigen Wirkstoffe
  • Qualität der Materialien
  • Achtsame Verarbeitung

Die Gartentipps-Empfehlung: Die Vielfalt der zahlreichen Pflanzen, Öle und anderen Zutaten mag zunächst verwirrend sein. Doch probieren Sie sich einfach Schritt für Schritt aus und Ihre selbst hergestellten Produkte werden immer besser werden.

Eine Karotten-Maske selbst herstellen

Karotten enthalten in hohem Maße Vitamin A. Deshalb sind Karotten nicht nur ein gesundes Nahrungsmittel, sondern eignen sich auch gut als Pflegeprodukt. Die selbstgemachte Karotten-Maske hilft so beispielsweise gegen trockene Haut.

Die Zutaten:

  • 2 Esslöffel fein geriebene Karotten
  • 1/2 Esslöffel Nährcreme

Die Herstellung:

Die Karotten-Maske ist sehr einfach herzustellen, da Sie im Grunde nur die beiden Zutaten gut miteinander verrühren müssen. Anschließend können Sie die Creme bereits auf Ihr Gesicht auftragen – legen Sie ein feuchtwarmes Tuch über die Maske, nach etwa 20 Minuten können Sie abwaschen.

Duftwasser aus Rosen herstellen

Rosen sind nicht nur ein Hingucker im Garten, sondern aus den angenehm duftenden Blüten können Sie ganz leicht ein Rosenwasser herstellen.

Die Zutaten:

  • Etwa 300 g frische Rosenblätter
  • 1 Liter Wasser

Die Herstellung:

Von den Rosenblüten müssen Sie zunächst den Bitterstoffe enthaltenden Blattansatz entfernen – schneiden Sie diesen einfach heraus.

Anschließend nehmen Sie ein Drittel der verwendeten Menge an Rosenblüten, geben diese in eine Schüssel und übergießen diese mit einem Liter kochenden Wasser.

Das Wasser mit den Blüten sollte nun für mindestens eine Stunde ruhen. Danach können Sie das Wasser durch ein Sieb laufen lassen, um die Blüten zu entfernen.

Wiederholen Sie diese Arbeitsschritte noch zwei Mal mit jeweils der Hälfte der übrigen Rosenblüten.

Das fertige Rosenwasser können Sie nun in eine kleine Sprühflasche füllen und den angenehmen Duft genießen.

Tipps, um die Haltbarkeit selbstgemachter Produkte zu verlängern

  • Verwenden Sie bei der Herstellung von Pflegeprodukten immer nur frische Zutaten. Denn je weniger Keime in den Materialien enthalten sind, desto länger bleibt das Endprodukt später auch haltbar.
  • Stellen Sie außerdem die Produkte mit Bedacht her und wählen Sie eine Menge, die Sie auch wirklich verbrauchen – oder an Freunde verschenken – können, bevor diese ihre Wirkung verlieren.
  • Generell gilt: Füllen Sie Ihre Mixturen in kleineren Mengen aufgeteilt in dunklen Gefäßen ab.
  • Achten Sie dabei auf eine kühle Lagerung, wodurch Ihre Produkte langer haltbar bleiben.
  • Außerdem können Sie Ihren Produkten konservierende Zutaten beimischen.
  • Zu diesen zählen beispielsweise einige Spritzer Zitronensaft, Tocopherol oder hochprozentiger Alkohol.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here