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Bonsais, zentrale Elemente im japanischen Garten

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Vermutlich ist es nicht übertrieben zu behaupten, dass es heute mindestens ebenso viele Möglichkeiten gibt, den Garten unter ein bestimmtes Motto zu stellen, wie es auch Einrichtungsstile gibt. Im Fokus dieses Beitrags sollen der japanische Garten sowie sein zentrales Element, der Bonsai, stehen.

Die Gartengestaltung unter ein Motto stellen

Es gibt schier unzählig viele Varianten der Gartengestaltung. Viele schätzen den Nutzgarten, denn dort können sie Tomaten, Porree, Zwiebeln sowie andere Gemüse- und auch Obstsorten anbauen.

Andere wiederum gestalten ihre grüne Oase als Wellnessregion, in der es sogar einen Outdoor-Whirlpool gibt oder sichtgeschützte Liegen, die Ruhe im Freien ermöglichen. Diejenigen, die einen Blick für die Schätze des Gartens haben, gehen darin auf, Rosen zu schneiden oder zu veredeln. Und so könnte diese Liste an Gartengestaltungsoptionen bis ins Unendliche fortgeführt werden. Soll sie aber nicht, denn in diesen Beitrag soll es buchstäblich asiatisch werden.

Vieles, was einen japanischen Garten ausmacht, ist hier zu sehen: Steine, Wasser, ein kleines Häuschen und viele Bäume und Pflanzen, die sich in unterschiedlichen Formen präsentieren.
Vieles, was einen japanischen Garten ausmacht, ist hier zu sehen: Steine, Wasser, ein kleines Häuschen und viele Bäume und Pflanzen, die sich in unterschiedlichen Formen präsentieren.

Das gehört zum japanischen Garten

Japanische Gärten sind für den Betrachter ein Gedicht, denn sie sind wohlgeplant und es herrscht ein fröhlicher Mix aus Pflanzen und Bäumen in verschiedenen Formen, aus Wasserstellen in unterschiedlichen Anlagen sowie aus Paravents, die oft aus natürlichen Materialien wie etwas Bambus hergestellt sind. Auch aus Steinen gefertigte Wege sind typisch für einen japanisch angelegten Garten.

Der Bonsai als zentrales Pflanzenelement

Die wohl wichtigste Pflanze im japanischen Garten ist der Bonsai, denn dieser bringt alle Eigenschaften mit, die nötig sind, um in einem Gartenkunstwerk verschiedene Formen zu präsentieren, denn genau dafür ist ein Bonsai buchstäblich prädestiniert: Um von seinem Besitzer so in Form gebracht zu werden, dass er durch seinen Beschnitt allein schon einen Hauch von Japan in den Garten zaubert.

Für den japanischen Garten, sollten auch original japanische Bonsai verwendet werden. Im Vergleich zu heimischen, europäischen Bonsai, haben diese denn Vorzug, dass die Ästhetik und die Farbe der Nadeln bzw. Blätter edler sind. Auch auf Winterfestigkeit sollte geachtet werden. Original japanische Gartenbonsai gehören zu besonders formschönen Varianten, die zudem auch winterhart sind und ein hohes Alter zeugt hierbei von ihrer Robustheit. Empfohlen werden in diesem Zusammenhang die edlen Niwaki Pinus Parviflora, der Wacholder oder die Taxus Cuspidata. Neben dem Bonsai gibt es noch andere japanische Baumarten wie die Acer Palmatum Dissectum, die ein dunkles Rot-lila in den Garten bringt, oder die Acer Shiasawanum Aureum, die in einem hellen Grün erstrahlt. Fagus Sylvativa lassen sich leicht in eine eckige Form bringen, wohingegen Taxus Eiben häufig rund geschnitten sind.

Mit Steinen und einem Wasserlauf einen Berggarten kreieren

Wie bereits erwähnt, sind Steine sowie Wasser wichtige Bestandteile eines japanischen Gartens. Wer zudem noch unterschiedliche Höhenlagen im Garten ausgleichen möchte, kann eine Steintreppe gestalten und mittig einen Wasserlauf anlegen. Um den Garten durch die großen Steine nicht zu kalt wirken zu lassen, ist es durchaus sinnvoll, mit Holzelementen die graue Farblandschaft zu durchbrechen oder einen entsprechend bunten Farbkleks mithilfe einer Pflanze zu kreieren. Ein Ahorn bietet sich in diesem Zusammenhang in jedem Fall an.

Eine japanische Hütte, statt einem Geräteschuppen

Eine japanische Hütte in den Garten zu stellen, bedeutet auf einen praktischen Unterstand für Rasenmäher und Gartenutensilien zu verzichten und auf ein japanisches Element zu setzen, das vornehmlich der Dekoration dient. Dunkles Holz und rote Farben sind hier häufig genutzte Töne. Auch die Kombination aus dunkelbraun und weiß ist typisch für den japanischen Stil. Zudem gibt es alternativ offene Hüttenvarianten, die nicht komplett geschlossen sind, sondern von vier Seiten zugänglich sind – und Raum bieten, um ein japanisches Teekränzchen dort abzuhalten.

In fünf Schritten zum japanische Garten

Wer den Entschluss gefasst hat, ein Stück Japan in seinen Garten zu holen, der sollte so vorgehen:
1.) Ideen sammeln. Es gibt viele Ratgeber und Dokumentationen, die zu diesem Thema erschienen sind. Wichtig ist es, Ideen zu sammeln und diese auf das jeweilige Platzangebot anzupassen. Einen Do-it-yourself-Bericht gibt es unter folgendem Clip von sat1.de.

2.) Thema wählen. Wer fleißig recherchiert hat, weiß auch, dass es unterschiedliche Themen innerhalb der Kategorie „japanischer Garten“ gibt. Typisch ist der kaiserliche Stil, aber auch ein Entspannungsgarten im Zen-Stil oder alternativ das Shino-Design werden gestaltungstechnisch immer beliebter.

3.) Plan erstellen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Fläche zur Verfügung steht, desto authentischer kann der japanische Garten auch angelegt werden. Im Idealfall werden verschiedene Eben integriert. Auch Pavillons, Laternen und Steintreppen können bei ausreichender Fläche Teil des japanischen Gartens werden. Wie bereits erwähnt, sollte eine ausgewogene Mischung aus Pflanzen, Wasserstellen sowie Holz und Stein arrangiert werden.

4.) Loslegen. In diesem Schritt zeigt sich, ob die theoretische Planung der Wirklichkeit standhält. Es ist an dieser Stelle ratsam, zunächst große Fläche und das Wegenetz anzulegen. Anschließend sollten Wasserläufe integriert und im letzten Schritt Pflanzen eingesetzt werden.

5.) Verfeinern. Ein Garten ist kein Ölgemälde, das angefertigt wird, um anschließend statisch an einer Wand zu hängen. Ein japanischer Garten bietet vielmehr die Chance, immer wieder umgestaltet und angepasst zu werden. Das ist eine Option, die zur Pflicht wird, wenn die eine oder andere Pflanze nicht gedeihen mag.

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Abbildung: pixabay.com © ezermeno0 (CC0 Public Domain)

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